Clownworkhop im Sommer

vom 14.-16.7.17

Die nächsten Termine:

Sa 24.02.2018 - 20:00 Uhr Eintagsfliege   Würzburg - Plastisches Theater Hobbit

So 25.02.2018 - 16:00 Uhr Erdvogel   Weisendorf

Do 01.03.2018 - 10:30 Uhr Erdvogel   Leonberg - Theater im Spitalhof

Sa 03.03.2018 - 15:00 Uhr Erdvogel   Stuttgart - Treffpunkt Rotebühlplatz

So 11.03.2018 - 15:00 Uhr Erdvogel   Langenau

Die letzten Kritiken und Kommentare:

A. Wagner se hp - Frederick

»Ein Mäuserich erobert Kinderherzen«

Die Erwachsenen unter den Zuschauern wußten nicht was schöner war: Das Geschehen auf der Bühne oder das Beobachten des so mitgerissenen Publikums. weiterlesen

HEPPENHEIM. Was für ein Gewimmel und Gewusel vor dem Saalbau-Kino: Nahezu 130 Kinder stürmten am Sonntagnachmittag nach der Theatervorstellung von „Frederick“ aus dem Gebäude und begannen zu sammeln. Nicht Getreide und Stroh, wie die Feldmäuse in Leo Lionnis berühmter Geschichte, sondern Kastanien. Der ganze Vorplatz des Kinos war übersät davon – glücklich die Mütter, die eine Tüte dabei hatten für den sammelwütigen Nachwuchs. Die anderen fanden die glänzenden braunen Früchte in ihrer Handtasche, den Jacken- und Hosentaschen wieder. Und die Sonnenstrahlen, die Mäuserich Frederick so fleißig gesammelt hatte, die nahmen die Mädchen und Jungen im Herzen mit nach Hause.

Frederick will Sonnenstrahlen sammeln

Es war ein kurzweiliger und unterhaltsamer Nachmittag im Saalbau. Das Ensemble des mobilen Theaters „pohyb’s und konsorten“ war zu Gast und begeisterte von der ersten Minute an seine kleinen Zuschauer mit seinem „poetischen Kindertheater“ rund um Mäuserich Frede- rick.
Was für ein Gegacker, als ein uralter Mäuserich mit gestreiftem Bademantel in die Zuschauer schaut und erschrickt. „Vor langer Zeit...“, so beginnt er die Geschichte von der Feldmausfamilie zu erzählen, die die meisten Kinder sicher bereits vom Vorlesen kennen.
Staunende Gesichter bei den Kleinen, als mit einem Mal prächtige Blumen auf der Bühne erblühen, die Steinmauer zum Vorschein kommt – und Gelächter, als im Hintergrund unterschiedliche Tiergeräusche abgespielt werden. Zwei Mäuse in karierten Knicker-bockern, mit langen Schwänzen und teilweise eher unkonventionell getragenen Ohren spielen Verstecken. Was gibt es Schöneres für kleine Kinder, als Haschmich-Spielchen auf der Bühne, wo sie alle wissen, wo die Protagonisten gerade sind, diese aber im Dunkeln tappen.
Es war herrlich zu sehen, wie die Kinder vor Lachen brüllten, als die eine Maus die andere am Schwanz zog. Andere kleine Zuschauer standen mit offenem Mund und roten Wangen und verfolgten das Geschehen mit zusammenballten kleinen Fäustchen. Ach, war das spannend! Die Erwachsenen unter den 130 Zuschauern der Kindertheater-Veranstaltung von Forum Kultur, wussten oft nicht, was schöner war: Das Geschehen auf der Bühne oder das Beobachten des so mitgerissenen Publikums.
„Da isser doch!“ rufen die Kin- der aus vollem Hals, als eine der Mäuse versucht, einen Schmetterling zu fangen. Da stört es keinen, dass die Maus selbst das flatternde Tier mit einem Draht bewegt und dass man das sieht. Den Kindern ist das nicht wichtig. Ihre Fantasie sieht keine Drähte, die sieht eine Sommerwiese mit Schmetterlingen.
Der Geschichtenerzähler berichtet, dass die Feldmausfamilie im Herbst Vorräte sammelt für den nahenden Winter, denn der Bauer ist weggezogen, die Kornkammern sind leer. Eifrig sammeln alle Maiskörner, transportieren sie auf Strohhalmen, suchen Nüsse und Stroh. Alle?
Nein, Frederick sitzt scheinbar nur herum. „Warum hilfst du nicht?“, wollen die Mäuse wissen. Doch Frederick ist keineswegs tatenlos: „Ich sammle Sonnenstrahlen für die kalten Wintertage“, erklärt er. Im Publikum fragt ein Junge seine Eltern: „Wie kann die Maus das machen?“ Die Eltern schauen ratlos, glücklicherweise geht es gleich weiter auf der Bühne. Der Sohnemann hat gar keine Zeit auf eine Antwort zu warten. Glück gehabt.
Wieder folgt eine Slapstick-Szene, um die Kinder mit Fredericks Philosophieren nicht zu überfordern. Das ist es, was die Inszenierung ausmacht: Die Macher sind sich bewusst, dass sie es mit kleinen Kindern ab vier, manche waren deutlich jünger, zu tun haben. Und die muss man die gesamten 45 Minuten bei der Stange halten. Und das gelingt den beiden Darstellern, die in die unterschiedlichen Rollen schlüpfen bestens. Immer wieder gibt es Szenen, bei denen herzhaft gelacht und reingerufen werden darf. Man muss nicht immer nur stillsitzen.
So sammelt Frederick weiter Farben und Leo Lionnis Wörter. Und im Winter, als die Vorräte aufgebraucht sind, ist die Familie froh, dass ihnen Frederick mit seinem Geschichten, den Farben und der Wärme der Sonnenstrahlen das Warten auf das Frühjahr verkürzt.
Fröhlich beklatschten Eltern und Kinder das gelungene Stück und marschierten hinaus aus dem Saalbau, um selbst noch einmal kräftig Sonnenstrahlen zu tanken.

 

 

HHE Nadine Fürst - Grüffelo

»Die schlaue Maus verscheucht den Grüffelo«

Eindrucksvoller Auftritt ohne größeres Tamtam weiterlesen

Weisendorf - Das Hofheimer Theaterduo "pohyb`s und konsorten" benötigt nicht viel für einen eindrucksvollen Auftritt. Ohne größeres Tamtam, ohne grelle Lichtshow oder Bühneneffekte kommt das Programm von Stefan Ferencz und Maike Jansen aus. Mit reduzierten Mitteln stehen sie den aufwändig inszenierten Settings in der heutigen Unterhaltungskultur entgegen. Dieses Konzept geht für "pohyb`s und konsorten" und das Publikum auf. Die jungen Zuschauer lassen sich ganz auf die beiden Schauspieler ein. Aufgeregte Zurufe, Lachen und Kreischen nehmen Ferencz und Jansen auf und interagieren so mit ihrem Publikum.
Die beiden Schauspieler schlüpfen mit wenigen Accessoires in verschiedene Rollen. Allein mit ihrer Mimik und Gestik und der Ausdruckskraft ihres Spiels gelingt es ihnen, die Tiere im Stück zu parodieren und bei den Kindern für helle Begeisterung zu sorgen. Musik und Geräusche produzieren sie selbst und so perfekt, dass man zuweilen glauben kann, die Waldgeräusche kämen vom Band.