Eintagsfliege

Stellen Sie sich vor; eine kleine Eintagsfliege träumt von Schauspielerei und Ruhm und wünscht sich, ihrem Alltagstrott, in dem sie sich fremd und unbehaglich fühlt, zu entfliehen. Schließlich nimmt sie all ihren Mut zusammen und macht sich auf, auf einen Flug in die Fremde – ihrem großen Traum entgegen. Doch alles kommt anders, als erwartet und ihre Zeit läuft ihr davon …

Das Stück

Ein Stück über Träume, die Begegnung mit Unbekanntem und dem Rennen mit und gegen die Zeit in einer Mischung aus Pantomime, Slapstick und Clownerie.

Die nächsten Termine

Sa 24.02.2018 - 20:00 Uhr Eintagsfliege   Würzburg - Plastisches Theater Hobbit

Kritiken & Kommentare

Plastisches Theater Hobbit, C. Roedel, Würzburg - Eintagsfliege

»Eintagsfliege zu Gast im Theater Hobbit«

"...dicht und prall gefüllt..." weiterlesen

Sie hat nur einen Tag. Und doch ein ganzes Leben - dicht und prall gefüllt. So intensiv wie "Die Eintagsfliege" von "pohyb`s und konsorten" lebt kaum wer. In knapp 90 Minuten zaubert Stefan Ferencz eine 24 Stunden-Biographie - nicht chronologisch - auf die Bühne, die es in sich hat.
Mutterliebe, Laufen- oder Fliegenlernen (vielschichtig), Aufbruch, dem Licht oder der Verheißung entgegen, Suchen,Landen, Ankommen, Probieren, Loslassen, Glück und Leid. Eben die ganze Palette eines ganzen Lebens, das mit dem Tod vielleicht irgendeinen Schlußpunkt hat, aber nicht wirklich endet. Da geht was weiter... Einer der poetischen Gänsehautmomente des Stückes. Dass diese Fliege ausgerechnet die Bühne als ihre Berufung sieht, passt wunderbar, ist eine überzeugende Metapher und gibt nicht nur ihr, sondern auch Stefan Ferencz die Möglichkeit, sich umfassend, eindringlich, humorvoll und vielsagend auszudrücken; ohne - in slowakischer Sprache. Das überrascht erst mal. Noch überraschender ist aber, dass es nicht befremdet. Auch das gelingt Ferencz: dem Publikum im wahrsten Sinne des Wortes vorzuführen, dass es Worte jenseits der Sprache gibt - Verständigung ist möglich. Und dennoch ist da diese Einsamkeit. Sie ist immer zu spüren, bedrückt aber nie, sondern rührt an, weil sie das zutiefst konzentrierte Zu-Sich-Kommen-Wollen- Um-Bei-Sich-Zu-Sein der Eintagsfliege transportiert. Und außerdem kennt man das ja, Entscheidendes, Existentielles muß man oft alleine aushalten und mit sich selbst ausmachen. Es gehört zu den Großartigkeiten des Programms, dass alles, auch wenn es Tiefes und Existentielles betrifft, von einer Leichtigkeit durchdrungen ist (auch die physisch kraftforderndsten Momente), die dem kleinen feingliedrigen Geschöpf Eintagsfliege entspricht und die Zuschauer verzaubert. Stefan Ferencz spielt - auch dank der Regie seiner Partnerin Maike Jansen - keine Eintagsfliege, sondern ist sie. Am Ende geht man und fragt sich, ob "pohyb`s und konsorten" uns nicht einfach nur gezeigt haben, dass unser Leben gar nicht so viel anders ist.

Hofheim, Bote vom Hassgau, g.k. - Eintagsfliege

»Ein Tag, ein Leben«

"...geniale Melange..." weiterlesen

Bis auf den letzten Platz ist der kleine Theaterraum von "Pohyb's und Konsorten“ besetzt.
Mit einer genialen Melange aus Slapstick, Pantomime und Clownerie fesselt und begeistert Stefan Ferencz in dem Einakter „Die Eintagsfliege“ über eineinhalb Stunden das Publikum.
Kaum in die Welt geworfen, läuft die Lebenszeit der kleinen Eintagsfliege mit jedem Tick und Tack ihrer Taschenuhr unaufhaltsam ihrem Ende entgegen. Doch mutig stürzt sich das Insekt hinein in das Abenteuer des Lebens und gibt sich jedem einzelnen Augenblick mit ganzem Herzen hin.
Zunächst stammelnd und zitternd vor Lampenfieber, entwickelt sich die Fliege zum großartigen Schauspieler. Da fliegen in einer herzerfrischenden Liebesgeschichte die wild klopfenden Herzen zwischen "Romea und Julio“ hin und her. Hochdramatisch wird es, als sich "Telmah“ mit der existentiellen Frage "byt ci nebyt“ quält und – als hätte er einen Schalter umgelegt – amüsiert sich das Schauspieltalent Sekunden später köstlich über einen selbst gespielten Witz.
Stefan Ferencz spielt nicht – er ist die Eintagsfliege, die ungezügelt und voller Leidenschaft liebt und kämpft, sich quält und sich freut. Und das Publikum liebt und kämpft und leidet mit.
Ausdrucksstark und mit großer Intensität agiert Stefan Ferencz, spielt sich mit seiner Eintagsfliege hinein in die Herzen der Zuschauer. Als schließlich die Uhr der Fliege abgelaufen ist, tauchen im Schnelldurchlauf noch einmal die wichtigsten Stationen ihres Lebens auf: Der Tod der Mutter, der Streit mit dem strengen Vater, die erste Liebe und der Erfolg auf der Bühne.
Ganz wunderbar passte diese quicklebendige Eintagsfliege, die sich beherzt in die Welt wagte und unverzagt ihren Traum erfüllte, an das Ende des Jahres. Sicherlich hat sie mit ihrem Gesumme den ein oder anderen Gedanken in den Köpfen der Zuschauer zum Schwingen gebracht.
Mit reichlich Applaus dankten diese dem Schauspieler für seine großartige Leistung. Der Einladung von Maike Jansen, die Regie geführt hatte, und Stefan Ferencz folgten alle gerne und ließen bei gereichten Leckereien und angeregten Gesprächen den Abend ausklingen.

theater button - Eintagsfliege

»"von ganzem Herzen"«

Pohyb`s und konsorten schafften mit ihrer Eintagsfliege was mir im Theater nicht oft passiert - meine Zeit löste sich auf und verschmolz mit dem Stück. Ich lachte, ich litt und am Schluß applaudierte ich von ganzem Herzen ihrem meisterlichen Können.
Hilda Gardner, theater button weiterlesen

Pohyb`s und konsorten schafften mit ihrer Eintagsfliege was mir im Theater nicht oft passiert - meine Zeit löste sich auf und verschmolz mit dem Stück. Ich lachte, ich litt und am Schluß applaudierte ich von ganzem Herzen ihrem meisterlichen Können.
Hilda Gardner, theater button

Gudrun Klopf, Bote vom Haßgau - Eintagsfliege

»Das kurze, aber erfüllte Leben einer Eintagsfliege«

Stefan Ferencz begeistert als Eintagsfliege das Publikum in Hofheim weiterlesen

Hofheim (gk) Zum Glück handelte die Geschichte nicht von einer gewöhnlichen Stubenfliege - nach dieser Vorstellung könnte keiner der Zuschauer mehr eine solche erschlagen, auch wenn sie ihn noch so quälen würde. Abgrundtiefe Verzweiflung, überschwängliche Freude, kindliches Staunen – mit dem gesamten Spektrum der Gefühlswelt zog Stefan Ferencz mit einer Mischung aus Pantomime, Slapstick und Clownerie das Publikum in seinen Bann.
"Die Eintagsfliege" heißt das Stück, das in einer Vorstellung des mobilen Theaters "Pohyb's und Konsorten" in Hofheim zu sehen war. Doch anders als das Fluginsekt Ephemeroptera (von gr. ephemeros = eintägig und pteron = Flügel), nutzt diese Eintagsfliege ihre kurze Lebensspanne nicht ausschließlich zur Begattung und Eiablage. Mutig entflieht sie ihrem engen Alltag und macht sich daran, die Welt zu erkunden. Dabei ist sie in ständiger Zwiesprache mit einer Taschenuhr, die ihre unaufhaltsam verrinnende Lebenszeit anzeigt. Schließlich erfüllt sich die Fliege ihren großen Traum und wird zum Schauspieler.
Unbeschreiblich, wie Ferencz in rasendem Wechsel sämtliche Genres – von der Liebesgeschichte über das Drama bis hin zum Humor – und alle Rollen bediente. Da flogen die Herzen zwischen "Romea und Julio" hin und her, da philosophierte Telmah über die Frage "Sein oder Nichtsein" und da amüsierte sich der Witzeerzähler köstlich über einen Porschefahrer-Witz. Und auch wenn wohl kein Zuschauer des Slowakischen mächtig war, verstanden alle jedes Wort der ausdrucksstarken Gestik und Mimik des Schauspielers.
Doch irgendwann hatte das letzte Stündlein der Fliege geschlagen. Bevor sie sich endgültig von der Welt verabschiedete, durchlief sie noch einmal die wichtigsten Stationen ihres Lebens. Ferencz wurde zum Fliegenbaby, erkannte freudig die Mutter, verzweifelte über deren Tod, stritt mit dem verständnislosen Vater, durchlebte die erste Liebe, brach schließlich auf in eine unbekannte Welt und erfreute sich erneut als Schauspieler am Applaus des Publikums. In dem Stück "Die Eintagsfliege" verarbeitet der aus der Slowakei stammende Pantomime Stefan Ferencz eine Vielzahl autobiografischer Elemente. Die Zuschauer bedankten sich für die fantastische Leistung des Künstlers mit langem Beifall.

Zuschauerkommentar, Hofheim - Eintagsfliege

»...berührt und verzaubert...«

Die Eintagsfliege in Hofheim war gestern ein sehr schönes Erlebnis! Wir sind berührt und verzaubert, auch ein bisschen traurig heimgegangen.Mir tat die kleine ratlose Fliege leid, sie hätte sich doch noch zu ihren guten Zeiten ein begeistert applaudierendes Publikum gewünscht, nicht nur am Ende.Die Kinder fanden es auch schön, besonders den "Lichtschwertkampf", den die kleine mucha vollführte.Danke für den schönen Abend...Aber dann haben wir unter dem Moskitonetz über dem großen Bett doch noch alle diskutiert über die Rückblenden und die Reihenfolge des kurzen Lebens.Ich sehe Euch so gerne! Ihr seid große Künstler mit großen Herzen!Danke für das schöne Erlebnis.

Ludwig; Gelnhäuser Neue Zeitung - Eintagsfliege

»Ein kurzes, aber erfülltes Leben«

Die Eintagsfliege beeindruckt in der Scheune Honzen weiterlesen

MEERHOLZER KUNST–UND KULTURTAGE. Und nachdenklich, komisch und immer im Kampf gegen die Zeit stellte sich am Donnerstag Abend Stefan Ferencz vom mobilen Theater “pohyb`s und konsorten“ mit der “Eintagsfliege“ dem Publikum der Meerholzer Kulturtage vor. Trotz der ständig tickenden Uhr im Nacken versuchte das kleine Insekt doch seine Träume zu verwirklichen und Schauspieler zu werden.
Langsam windet sich die kleine Eintagsfliege auf die Bühne. Doch schon bestimmt die tickende Uhr ihr Leben, denn mit jedem Tick und jedem Tack geht ein Stück des kurzen Daseins dahin. Doch das läßt das kleine Insekt nur kurz verzagen und bringt es nicht aus dem Tritt. Schnell steht fest: Die Fliege will Schauspieler werden. Mit Kostüm und Maske geht es auf die Bühne. “Oh, Publikum“ stottert sich die Fliege mit Lampenfieber durch die ersten Sekunden des Auftritts. Doch auch das ist kein Problem, einmal durchgepustet bringt die Eintagsfliege perfekt den Klassiker “Romea und Julio“ auf die Bühne.
Die Liebesgeschichte verfeinert der Künstler in unnachahmlicher Art mit Humor und Slapstick. So landet der Stein der Romea auf Julio aufmerksam machen soll, zunächt im Fenster, was den Vater sehr aufbringt. Der nächste kleinere Stein trifft den Kopf von Romea, die sich gerade mit dem Lippenstift schön macht. Fliegende Herzen finden dennoch zueinander. Nächstes Problem: Das Publikum reagiert nicht. “No slowenski, deutsch? Ohhhh“, Merkt der verkannte Schauspieler seinen Fehler. Keiner hat ihn so wirklich verstanden. Doch auch nach diesem Debakel läßt sich die Eintagsfliege nicht vom Weg abbringen. Sie startet zum Jungfernflug und erlebt die Schönheit der Lüfte, um hart auf dem Boden der Realität zu landen. Erinnerungen an die liebevolle Mutter und den strengen Vater, an die erste Liebe und vieles mehr lassen die Fliege wieder vor Freude strahlen, doch die Uhr tickt weiter, immer näher kommt das Ende des Tages. Doch immer hat sie alles versucht, um sich auch in der kurzen Zeit ihre Träume zu erfüllen. Mit einem Blick auf die tickende Uhr verabschiedet sich die Eintagsfliege. Mit langem Applaus bedanken sich die Zuschauer für einen ebenso nachdenklich stimmenden wie amüsanten Abend in der Scheune Honzen. “Es hat mich sehr gefreut, das Sie heute hier waren“ bedankte sich auch der Künstler, der seit 25 Jahren aktiv ist, bei den mehr als 50 Besuchern des Theaters für Jugendliche und Erwachsene. Alle genossen sichtlich die Gesten und die Mimik von Stefan Ferencz, die er sich unter anderem bei einer Ausbildung zum Diplom-Pantomimen 1994 in Essen erarbeitete. “Ich war Feuerwehrmann und Metalldreher, aber bin immer Künstler“, sagt der gebürtige Slowake, der mit seinem mobilen Theater national wie international auftritt, über sich. Dies spiegelte sich auch in der “Eintagsfliege“ wider, die einige autobiographische Züge trug.

Raab; Gelnhäuser Tageblatt - Eintagsfliege

»Wenn ein Körper und ein Gesicht mehr sagen als 1000 Worte«

Meerholzer Kunst- und Kulturtage: Stefan Ferencz zeigt ein pantomimisches Kunststück - “Eigentlich unbeschreiblich“ weiterlesen

GELHAUSEN. “Es war eigentlich unbeschreiblich“. “Diese Ausdrucksfähigkeit ist schon enorm“: So lauteten Kommentare begeisterter Zuschauerinnen nach der Vorstellung von Stefan Ferencz Einakter “Eintagsfliege“ in der “Scheune Honzen“. “Er hat eine unglaublich fesselnde Ausstrahlung, die einen in den Bann zieht“, lobte auch Buchhändlerin Gabriele Kunh-Arnold, die “pohyb`s und konsorten – mobiles Theater“ nach Meerholz eingeladen hatte. Hinter diesem Namen verbergen sich Maike Jansen und Stefan Ferencz, zwei clowneske Pantomimen, die bereits am gleichen Nachmittag eine Kindervorstellung gegeben hatten. Am Abend stand Ferencz allein auf der Bühne, wo er über 50 Besucher mit seinem lebendigen Mimen- und Mienenspiel , zum Teil in slowakicher Sprache, beeindruckte.
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In einem bunten Potpourri ist es ihm gelungen, wesentliche Stationen eines Lebens, wie der Wunsch, Schauspieler zu werden, das Familiendrama im Elternhaus, die erste große Liebe und die Ankunft in einem fremden Land, dessen Sprache er nicht verstand, auf die Bühne zu bringen. Und das alles nur mit vollem Einsatz der Körpersprache, ohne die für die Zuschauer verständlichen Worte und mit nur sparsamen Requisiten sowie der stets passenden Musik im Hintergrund. Dynamisch, emotional und mitreißend spielte sich Stefan Ferencz in die Herzen der Zuschauer, wobei er ihnen als Clown ihre ureigensten Gefühle und Sehnsüchte widerspiegelte. Das Publikum war begeistert, der Applaus heftig.
“Willkommen in meinem Leben“.

Videos bei Youtube & Vimeo:

Eintagsfliege - Ausschnitt: Julio a Romea:
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Trailer Eintagsfliege - byt ci nebyt bei Vimeo:
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